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Der Bildhauer und die Maler

Malerei, ovale rote Zeichnungen sind gefüllt mit roten und gelben Elementen. darüber weiße Wellen.

Der Bildhauer und die Maler
Ingmar de Jongste trifft die Künstler aus Stetten

Bei einem abendlichen Fest in Mannheim sah ich ein außergewöhnliches junges Mädchen. Mit gesenktem Blick stand es unbewegt im Raum, sprach nicht, trank nicht, ruhte ganz in sich selbst. Ihr Geist nahm mich gefangen. Ich fühlte mich stark von ihr angezogen. Sie war aus Zedernholz.

Ich lernte ihren Urheber, den Bildhauer Ingmar de Jongste kennen. Schon bei dieser ersten Begegnung lachte er sein volles, großes, weites Lachen, hatte aber wenig Lust, mit mir zu reden.

Zwanzig Jahre später änderte sich das. Deshalb dürfen wir nun 12 Skulpturen aus seiner Hand bei uns zeigen.

Mehrere Skulpturen von Frauen. Sie schauen nach unten.
Ingmar de Jongste, Sostas

In der Diakonie Stetten im Remstal hat Anne Dore Spellenberg 1966 Heilerziehungspfleger ausgebildet. Die Theorie, die sie lehrte, wollte sie in der Praxis erproben. An die Türen von Speisesälen und Waschräumen heftete sie Aufrufe, die zum Bildermalen einluden.
Es kamen so viele Betreute, dass für die Teilnahme lange Wartelisten aufgestellt werden mussten. Damit war die Kreative Werkstatt der Diakonie Stetten e.V. geboren, die erste Einrichtung dieser Art, weltweit.

1987 widmete Hans Gercke ihr im Heidelberger Kunstverein eine Ausstellung, bei der Egon Hassbecker gleich fünf Bilder kaufte. 2002 eröffneten wir unsere erste Ausstellung der Stettener, vier weitere folgten seither.

Nun, zum ersten Mal, zeigen wir rein abstrakte Bilder von ihnen. Im vergangenen Sommer durfte ich sie in ihren Magazinen ausfindig machen.

Malerei, ovale rote Zeichnungen sind gefüllt mit roten und gelben Elementen. darüber weiße Wellen.
Marlene Seltmann, o.T., 2004

Nach Kandinsky stehen sie als „Das Große Abstrakte“ dem „Großen Realen“ gegenüber.
‚Absolute Form‘ und ‚Magisches Objekt‘ haben wir zueinander gesellt, feiern wir doch mit unserer Ausstellung einen zweifachen Geburtstag. Sowohl Ingmar de Jongste, wie die Künstler aus Stetten haben vor 60 Jahren das Licht der Welt erblickt, im Jahr des Feuerpferdes. Vielleicht hat das Wesen des mythischen Tieres den einen oder die anderen dazu bewegt, solch kraftvolle Kunstwerke zu schaffen.

Kommen Sie, um sie zu erleben. Staunen Sie mit uns. (Barbara Schulz)

Ausstellung

30. Juli – 7. November 2026

Öffnungszeiten:

Montag bis Freitag von 11.00 bis 17.00 Uhr
Samstag von 12.00 bis 16.00 Uhr

Ausstellungseröffnung

Donnerstag, 30. Juli 2026, um 19.00 Uhr

Ausstellungsinformation zum Herunterladen

Einladung Faltblatt als PDF-Datei

Führungen

vereinbaren Sie gerne telefonisch oder per E-Mail
Kontakt: Karin Liane Mysz