Bilder von Werner Koal

Gemälde, mehrere Personen und Tiere mit Masken, in einer Stadt mit roten Mauersteinen

„Von Magnitogorsk bis zum Maghreb“

In unserer Sammlung hüten wir das schillernde Werk eines Mannes, den Egon Hassbecker in Mannheim entdeckt hat. In einer Galerie in den Quadraten sah er zwei Plastiken, die ihn faszinierten. Aus je einem robusten runden Sockel wuchs handhoch eine kleine Frau, aus Alabastergips, farbig bemalt. Der Urheber hieß Werner Koal, er lebte in Neckarau.

Im Dezember 1972 eröffnete er seine Ausstellung „Die Skulpturen des Masseurs Koal“. Ein Jahr später zeigte er „Die Welt des Masseurs Koal“ und gab dazu seine erste Künstlermonografie heraus, in 400 signierten und nummerierten Exemplaren. Er vermittelte Ausstellungen in die Galerie Krüll in Krefeld, die Galerie auf dem Weissenhof in Weinsberg, die Abendakademie Mannheim, die Galerie Runhof in Köln und die Villa Streccius in Landau.
Koal erlebte mit Erstaunen, dass er mit dem Gips, dem er in Ausübung seines Berufes als Masseur in den Städtischen Kliniken Mannheims tagtäglich begegnete, Werke geschaffen hatte, die als Kunstwerke bezeichnet wurden, er selber somit Künstler war.

Koal war getrieben von Sehnsucht nach dem Unergründlichen. Er wollte seine philosophischen Einsichten darlegen, wollte aber auch von seiner Mutter sprechen, die aus Russland stammte, vom Vater, der als Tropenarzt in der Fremdenlegion tätig war. Seine Mutter hat er kaum gesehen, seinen Vater lernte er erst kurz vor dessen Tod kennen. Bei Hassbecker sah er die Landschaftsbilder von Minna Ennulat und Natálie Schmidtová.

Bald brachte er erste eigene Bilder: weite Schneelandschaften mit Schlitten unter blutroten Wolken, orthodoxe Kirchen und Popen in Russland, Legionäre unter Palmen im Wüstensand von Nordafrika. Er malte Paradiesvögel und -blumen, phantastische Katzen, Reptilien, Spuk- und Mischwesen, setzte große Augen in Mauern und Krüge, schuf dämonische Maskenbilder, die den bösen Blick bannen sollten.

Wir laden Sie ein, Koals Werk kennenzulernen und sich in seine farbenprächtige Einbildungskraft zu versenken.

Ausstellung

11. Dezember 2021 – 11. März 2022

Geöffnet:
Montag – Freitag von 11.00 – 17.00 Uhr
Samstag von 12.00 – 16.00 Uhr

Ausstellungseröffnung

Samstag, 11. Dezember 2021
12.00 bis 17.00 Uhr

Ausstellungsinformation zum Herunterladen

Führungen

vereinbaren Sie gerne telefonisch oder per E-Mail.
Kontakt: Karin Liane Mysz

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